DWC Dranske / Rügen (15. 05.-19. 05. 2007)

Dranske ist sowas wie ein Highlight für mich, nicht zuletzt deshalb, weil der Wieker Bodden eigentlich mein Heim-Revier ist. Durch die Nähe zu Skandinavien und Polen sind auch viele internationale Starter vor Ort.
Bei frischem Wind und kühlen Temperaturen wird gleich Freestyle angesetzt. Ich bin im ersten Heat und gehe aufs Wasser um noch ein Paar Moves zu probieren – jetzt könnte es langsam losgehen, denke ich … . Irgendjemand fragt mich dann, ob ich nicht langsam mal wieder vom Wasser gehen wolle, der zweite Heat geht gleich los. Toll! Ich warte auf die Startflagge auf dem Regattaboot und bemerke nicht, dass diese beim Freestyle an Land gehisst wird – ausgeschieden und wieder was dazu­gelernt.
14:30 Uhr Disziplinwechsel auf Slalom – ich bin wieder im ersten Heat. Es hackt mittlerweile mit Windstärke 7. Das 6,7er ist mein kleinstes Slalomsegel. Einige Fahrer erleiden Materialbruch, es folgt ein Startabbruch, Warten auf dem Wasser, Neustart. Durch die Kälte und das lange Warten bekomme ich Krämpfe in den Beinen und der Wasserstart wird so unmöglich. Ein Regattaboot bringt mich an Land – damit ist das erste Rennen gelaufen. Das 6,7er Slalomsegel ist definitiv zu groß für mich unter diesen Bedingungen. Beim Aufbau meines 4,7er Wavesegels werde ich wieder warm. Durch einen Schleudersturz an einer Boje verliere ich Zeit und lande im C-Finale. Bis zum C-Finale bleibt nur wenig Zeit, um den Boardschaden zu reparieren, den ich mir dabei zugezogen habe ... Panzertape muss vorerst reichen. Auch im C- Finale verspiele ich wieder eine gute Platzierung durch einen Sturz an einer Boje in zweiter Position liegend.
Neuer Tag, neues Glück. Der Freitag bringt deutlich freundlicheres Wetter. Die Temperaturen haben zugelegt, die Sonne scheint. Der Wind hat gegenüber dem Vortag abgenommen – Formula ist angesagt. Bernd Flessner und Helge Wilkens sind nun auch mit an Bord, sie fehlten am ersten Tag, da sie beim Rennen „Rund um Fehmarn“ dabei waren. Der Tag lässt vier Formula- Rennen zu.

Nach der anfänglichen Platzierung in den 40ern beende ich das 4. Rennen in den Dreißigern, ein Aufwärtstrend ist also erkennbar.
Der Samstag lässt noch ein Rennen zu, das ich als Dreißigster beende – es geht aufwärts. Weitere Rennen werden leider abgebrochen, da der Wind einige Male unters Limit fällt.
In der Gesamtwertung belegte ich den 38. Platz und gewinne damit als bester Rookie meinen ersten DWC- Pokal.