DWC Steinhuder Meer (28.04. - 01.05. 2007)

Nun war es endlich soweit, der lang ersehnte Start und damit meine DWC-Premiere rückte näher. Der Samstag gestaltete sich sehr ruhig, Warten auf Wind war ange­sagt. Die meisten nutzten die Zeit noch zum Feintuning, oder beäugten das Material der Konkurrenz. Ein wenig Stimmung kam auf, als des öfteren ein lautes Krachen durchs Fahrerlager hallte, begleitet von dem schadenfreudigen Gejohle der Fahrer­gemeinde: ein Carbonmast hatte sich soeben wiedermal verabschiedet (glücklicher­weise nicht meiner). Lektion Nummer 1: immer das Segel entspannen und niemals in der Sonne liegen lassen.
Am Sonntag wurde es dann ernst. Zum Skippersmeeting um 9:30 Uhr wurde verkündet: Start erstes Kursrennen um 10:15 Uhr. Da ablandiger Wind herrschte, fanden die Rennen am gegenüberliegenden Ufer statt – zum Leidwesen der Zuschauer und mir. Das ging ja gut los: mein Gabelbaum und die Trimmeinrichtung verrutschte auf dem Weg zum Start. Da blieb nur der Weg zurück ans Ufer zur ersten Reparatur – Mist, die ersten beiden Rennen hab’ ich schon mal versäumt, da erst nach dem zweiten Rennen die Fahrer zu einer Pause an Land geschickt wurden.
Nach dem Mittagessen ein neuer Versuch. Nach mehreren Rennabbrüchen, der Wind pendelte zwischen 6 und 16 Knoten, wurden wir wieder an Land geschickt.

Am Nachmittag der nächste Versuch. Auf dem Kurs haben wir 3 - 5 Windstärken - waaas??? Bei meinem bisher einzigen 10 Minuten Test auf einem Formula mit 11 qm – Segel bin ich bei 4 Windstärken auf mein kleineres Material gewechselt, weil dann ja sowieso Slalom gefahren wird ... dachte ich zumindest. Ich kämpfe mich zur Startlinie ... diesmal bin ich rechtzeitig.
Gegen 17:30 Uhr ging’s dann endlich los. Bei böigem Wind beendete ich mein erstes Rennen als 37ter. Anschließend gleich Rennen 4, in dem es endlich einmal besser lief. Ich muss irgendwo unter den besten 15 gelegen haben, als ich kurz vor der Ziellinie auf dem Regattaboot eine bunte Fahne schwenken sah. Naja, zumindest habe ich dazugelernt, dass man nicht neben dem Ziel vorbeifahren darf, sondern immer besser über die Ziellinie, wenn man nicht ohne Wertung bleiben will.
Drei Fahrer hatten übrigens vermutlich nach Finnenkontakt mit großen Fischen Schäden zu beklagen. Einem riss sogar das komplette Heck des Boards ab. Große Augen bekam ich, als ich sah, dass Bernd Flessner auf eine Startschot verzichtet und sein 12er Rigg einfach durch einen kurzen Zug mit einer Hand am Mast knapp über dem Mastfuß aus dem Wasser hebelt ... unvorstellbar!
Rennen 5 und 6 fand dann am Montag statt, mit Platz 28 und 26 konnte ich mich besser platzieren als am Vortag. Montagabend gab’s dann ein zünftiges Grillfest. Der Dienstag ließ dann noch ein Rennen zu ... naja ... 33. Platz und damit wenigstens ein gültiges Ergebnis und damit einen Streicher – in der Gesamtwertung Platz 38 – es kann nur besser werden!