30.05.-01.06.2008 Deutscher Windsurf Cup Dranske (Rügen)

Dranske ist mit Sicherheit eine meiner Lieblingsregatten. Nicht nur weil dieser DWC auf der schönsten Insel Deutschlands stattfindet und der Wieker Bodden mein "Ferien-Trainingsrevier" ist, die Veranstaltung ist auch bestens organisiert und das Fahrerlager befindet sich in unmittelbarer Nähe des Einstieges auf einer Wiese (kein lästiger Sand, der in alle Ritzen dringt!).

 

Die Halbinsel Wittow (zu Deutsch: Windland) machte auch in diesem Jahr ihrem Namen alle Ehre. Der statistisch windreichste Ort Deutschlands ließ insgesamt 2 Freestyle Eliminations zu, in denen ich insgesamt den 23. Platz belegte.

 

Im Racing nutzte ich bei vier Wettfahrten einen Streicher, um die Disqualifikation im zweiten Rennen auszugleichen und belegte nach 4 Rennen den 30. Platz. Da gehörte ich zu den Fahrern, die eine Tonne von der falschen Seite umrundete.

 

Man feierte sogar eine Premiere. Erstmals konnten an einem Tag im DWC alle drei Disziplinen (Racing, Freestyle, Slalom) ausgefahren werden. Das hiess für mich natürlich volles Programm, ich war fast durchgehend auf dem Wasser.

  

Im Slalom stand ich vor einer schwierigen Entscheidung: welches Segel setze ich ein? Der vorherrschende Starkwind verlangte eigentlich eine Segelgröße zwischen 6,8 und maximal 7,8 qm. Hier konnte ich allerdings nur auf meine beiden im Vorjahr gekauften Neilpryde RS:Racing zurückgreifen, die ich eignetlich nicht mehr fahren wollte, da ich von denen in der Vergangenheit alles andere als begeistert war. Nachdem ich im ersten Rennen gleich wieder an einer Boje ins Wasser ging, da die Camber einfach wieder nicht umschlagen wollten, stand mein Entschluss fest: ich ziehe lieber das größere 8.5er Loft Blade auf, als mich mit den beiden Prydes rumzuärgern. Das Ergebnis kann sich sicherlich jeder vorstellen, wenn man als 68kg Leichtgewicht mit dem größten Segel im Feld antritt (selbst Flessi fuhr nur 7,8 qm). Ich hatte mehr damit zu tun, die Überpower zu bändigen als konkurrenzfähig an der Elimination unterwegs zu sein.

Nach vier Slalom Eliminations und etlichen Stunden auf dem Wasser, musste ich in den letzten Rennen die Zähne zusammenbeissen und ich fuhr eigentlich nur noch auf Ankommen. Meine Hände waren mittlerweile so aufgeweicht, dass aus den aufgegangenen Blasen das Blut nur so tropfte. So war leider nicht mehr drin als ein 38. Platz im Slalom, was in der Gesamtwertung Platz 28 bedeutete.

Doch immerhin hatte ich jetzt die Gewissheit, dass die beiden Prydes bis zur Jugend WM am Gardasee durch zwei neue Blades ersetzt werden müssen.

 

Einige Impressionen davon gibts hier:

... und hier das Eventvideo von Kay Lenz: