10.-14.08.2011 Engadinwind - Silvaplanersee

Vom 8.bis zum 14. August besuchte ich das schöne Örtchen Silvaplana in der Schweiz. Dort finden jedes Jahr die Schweizer Meisterschaften und der Engadin Surfmarathon statt. Nach einer etwas zähen Fahrt mit 2 Reifenpannen trudelte ich Montagnacht am Regattaplatz ein. Die Nächte sind im August im Engadin auf fast 2000 Metern ziemlich kalt, was ich auch zu spüren bekam. Tagsüber können jedoch bei Sonnenschein sommerliche Temperaturen herrschen.

Den Dienstag vor dem Beginn der Regatta wollte ich mit Jan Seidel als Trainingstag nutzen um uns optimal vorzubereiten. Da der berühmte Malojawind jedoch trotz schönen Wetters ausblieb wurden auch der Mittwoch zur Entspannung genutzt.

Damit es nicht ganzso langweilig wurde, haben die Organistatoren kurzerhand ein SUP-Rennen organisiert. Trotz dem, dass ich das erste Mal auf einem SUP stand ging es recht gut. Leider schied ich jedoch in der ersten Runde bereits raus. 

10.-13.08.2011 Schweizer Meisterschaft, Silvaplana

Am Donnerstag war es dann endlich so weit. Der Malojawind setzte sich durch und die Regatta wurde mit Formularennen begonnen. Nachdem ich im ersten Lauf mit dem Segeltrim komplett falsch lag, musste ich an Land nachtrimmen und kam somit zum zweiten Rennen zu spät. Ich fuhr trotzdem eine Runde um zu testen ob der Trimm nun passte. So ging ich mit Optimismus ins Rennen 3 und 4. Da der Wind inzwischen auf  27 bis 28 Knoten zugelegt hatte, war ich dann jedoch ziemlich überpowert. Trotzdem hieß es "Zähne zusammenbeißen" und die Runden überstehen. Nach dem vierten Kursrennen wurde kurzerhand auf Slalom gewechselt. Viel Zeit zum umbauen blieb dabei jedoch nicht. Aufgrund des starken Windes im Formula entschied ich mich für 7.7 qm mit dem 110er Patrik Slalom. Beim Rausfahren noch die beste Wahl, dann jedoch am Start fehlten ein bis zwei Quadratmeter. Da ich auch noch meine Regattauhr zu Beginn der Regatta verlegt hatte, war ein gutes Timing unter diesen Bedingungen ziemlich schwer. Trotz schlechter Starts und Windabdeckungen schaffte ich es gute Platzierungen herauszufahren – zumindest bis zu den Bojen an denn ich gnadenlos einparkte.

Tag Drei der Regatta sollte laut Regattaleitung mit Slalom begonnen werden um eine reguläre Schweizer Meisterschaft zu erzielen. Als AP jedoch runter ging und nur noch 20 Minuten bis zum Start übrig waren, gab die Regattaleitung jedoch kurzerhand bekannt, dass doch Formula gestartet würde. Somit war Hektik im Fahrerlager angesagt. Dieses Formularennen war zugleich das letzte gewertete Rennen, denn der Marathon zählte nicht zur Schweizer Meisterschaft. Nach dem Kursrennen wurde dann schnell auf Slalom gewechselt – ohne nennenswerte Pause versteht sich :/. Diesmal ging ich direkt auf das 9.0er mit dem 135er Patrik Slalom. Da ich zum Start der Slalomrennen meine Regattauhr immer noch nicht wiedergefunden hatte, war das Timing im Slalom eher mäßig. Im ersten Lauf landete ich im Finale dann an der ersten Tonne auch noch im Wasser. Der letzte Lauf im Slalom lief dann endlich so wie es die ganze Zeit schon hätte laufen sollen. Trotz erheblicher Probleme an Tonne eins, welche den ganzen Tag in einem Windloch lag, gelang es mir, mich wieder relativ schnell ins Gleiten zu pumpen und somit einen erheblichen Abstand zum Rest des Feldes herauszufahren und diesen auch bis zu Ende zu wahren. Dieses Rennen beendete ich schließlich auf Platz 6. Nach diesem Lauf war die Schweizer Meisterschaft dann auch vorbei. Schade eigentlich, denn es war an den kommenden beiden Tagen noch guter Wind angesagt, doch am Samstag sollte nur der Marathon und am Sonntag "Best of 3" gestartet werden.

So stand für mich folgende Ergebnisse in der Schweizer Meisterschaft zu Buche:

Slalom: Platz 12

Racing: Platz 14

Ergebnisse Schweizer Meisterschaft Slalom

Ergebnisse Schweizer Meisterschaft Racing (Formula Windsurfing)

 

14.08.2011 Engadin Surf Marathon

Am Samstag war es dann endlich soweit und der Marathon konnte beginnen. Diese traditionelle und prestigeträchtige Regatta zieht jedes Jahr viele Surfer an, dieses Jahr waren es 91 Teilnehmer.

Da der Wind an diesem Tag erst recht spät einsetzte und zunächst auch nur schwach wehte entschloss ich mich kurz vor dem Start doch noch für das 12.5er Segel – keine schlechte Entscheidung wie sich herausstellte. Zum Start war der Wind relativ schwach und die meisten tummelten sich an der Tonne des Racetowers und nahmen sich so gegenseitig auf engsten Raum den Wind weg. Da ein Steuerboardstart nicht in Frage kam, da diese Seite extrem benachteiligt war, entschloss ich mich auf der Mitte der Startlinie zu starten um sicherzugehen nicht einzuparken und freien Wind zu haben. Zwar war dies nicht optimal für eine gute Platzierung von Beginn an, doch blieben ja noch 4 Runden auf denen man ordentlich aufholen konnte. So war ein Sicherheitsstart die taktisch richtige Wahl für mich. In der Ersten Runde lieferte ich mir noch ein Duell mit Daniel Äeberli, den ich Downwind noch überholen konnte, da ich mit dem 12.5er eindeutig im Vorteil war. Leider konnte ich diese Position nicht behaupten, denn der Wind wurde stärker und Daniel Aeberli kennt den See einfach besser. Er wendete in der Mitte des Sees weg, ich reagierte zu spät und er hatte schlagartig 100te Meter gewonnen. Nun war für den Rest des Rennens Chris Settele mein direkter Konkurrent. Wir hatten das ganze Rennen über den gleichen Winkel und auch den gleichen Speed. Ich konnte mich weder absetzen noch kam er näher. Bis zu einem Augenblick in der letzten Runde an dem ich zu spät wendete und in einer Windabdeckung stand. Das konnte Chris ausnutzen und an mir vorbeiziehen. Meine letzte Chance war nun auf Down eine andere Linie zu fahren und mit etwas Glück mehr Wind oder eine Böe zu erwischen, um ihn wieder überholen zu können. Diese Taktik schien auch gar nicht so schlecht zu sein, bis zur Halse in der mich eine Böe erwischte und mich zum Sturz brachte. Dies hat mich dann schließlich von den 7. auf den 11. Platz zurück geworfen. Somit verfehlte ich die Top Ten nur knapp.

 

Ergebnisse 34. Engadinwind Surfmarathon

Video vom Engadinwind 2011 mit Swiss Championships, Surfmarathon und "Best of 3" auf Facebook