08.-12.08.2012 Engadinwind - Silvaplanersee

Vom 08. - 13. August fand am Silvaplana See der Engadinwind statt. Teil des Engadinwind sind die Schweizer Meisterschaften im Windsurfen, der legendäre Surf- Marathon und seit letztem Jahr neu "Best Of Three"

Ich war bereits montags angereist, um noch etwas Zeit für das richtige Material-Setup zu haben. Im Training hatte ich schon Probleme mit dem 11er Segel das richtige Setup zu finden. Ich hatte keine Chance Upwind mit den anderen mitzuhalten. Deshalb wechselte ich auf 12,5 qm mit einem weicheren Mast, was sich daraufhin als bessere Alternative herausstellte. Ich konnte direkt mehr Höhe laufen und der Speed war auch wesentlich besser. Das einzige Problem bei dieser Variante: mit dem 12.5 qm Segel bin ich mit meinen 70kg sehr schnell am Limit. Deshalb hoffte ich auch auf etwas weniger Wind.
Dieser Wunsch sollte in Erfüllung gehen, denn direkt am ersten Eventtag konnten vier Formularennen gefahren werden bei denen ich mit 12.5 ganz ordentlich unterwegs war.
Das erste Rennen lief zwar leider noch etwas mäßig. Da die Starttonne zu dicht an Land lag, gab es im Feld einen ordentlichen Stau. Ein guter Start war in diesem Fall alles ... und den erwischtew ich leider nicht! So konnte ich nur au das nächste Rennen hoffen.
Im zweiten Rennen hatte ich einen wirklich guten Start. An der Luv Tonne war ich als fünfter, hatte jedoch keine Chance auf Downwind meine Position zu halten. Somit fiel ich bis in Ziel nach der zweiten Runde auf Platz 8 Zurück. Ein Ergebniss mit dem ich zu diesen Zeitpunkt nicht besonders glücklich war, sollte jedoch mein bestes in dieser Regatta bleiben.
Schon im dritten Rennen lief es wieder nicht mehr so gut. Nachdem ich eine kurze Regattapause zum Nachtrimmen meines 12.5er Segels an Land nutzte, da der Wind etwas zugelegt hatte,  kam ich leider wesentlich zu spät zum nächsten Start. Nachdem ich mit über 30 Sekunden Rückstand über die Startlinie fuhr, ging es trotzdem recht flott voran. Mit freien Wind konnte ich mich bis Platz 16 vorkämpfen, was unter diesen Vorraussetzungen zufriedenstellend war.
Das letzte Rennen des Tages um die schweizer Meisterschaft war für mich jedoch wieder zum Vergessen. Beim Start hatte ich viel zu tief im Getümmel gestanden, dadurch bin ich zu tief unter der Startlinie gewesen ich hatte keine Chance mich aus dem Windschatten des Feldes zu befreien. Zudem lies meine Kraft nach drei Rennen in 1800 Meter Höhe schon etwas nach. Hier machte sich die fehlende Vorbereitung bemerkbar, die durch mein Studium leider nicht in erforderlichem Maße möglich war. Leider wurden am folgenden Tag trotz ausreichendem Wind keine Formula-Rennen mehr gefahren. Da diese vier Rennen damit leider die Einzigen bleiben sollten, belegte ich in der Endabrechnung leider nur der 13. Platz und blieb damit klar unter meinen eigenen Erwartungen.

Am nächste Eventtag entschied die Regattaleitung Slalom zu starten. Der Start kam jedoch trotz vorhandenem Wind leider nicht zustande, da das Regattaboot an der Startlinie vermisst wurde. Offiziell hieß es, die Regattaleitung hatte sich durch das Mittagessen verspätet, inoffiziell war wohl auch SUI-11 noch nicht auf dem Wasser. Später vcerabschiedete sich dann auch noch der Wind und ein Start kam nicht mehr zu stande. Auch am nächsten Tag blieb der Wind aus.

So wurde am Sonntag der 35. Engadin Marathon gestartet.

Neu im Teilnehmerfeld waren die Moth Segler, nachdem im letzten Jahr die Kiter hinzugekommen sind. Ob dieses Klassenchaos bei einer ehemals reinen Windsurfregatta sinnvoll ist, sei dahingestellt. Der Großteil der Teilnehmer war hiermit jedoch nicht sonderlich glücklich.

Der Marathon gehört jedes Jahr zu meinen Lieblingsregatten. Die Atmosphäre in den Bergen und die Bedingungen sind einfach grandios.
Dieses Jahr lief es für mich aber auch beim Marathon nicht richtig Rund.
Der Start war durch das große Gedränge und zahlreiche Stürze noch schwieriger als sonst. Ich blieb zunächst im Getümmel komplett stehen und mußte das komlette Feld an mir vorbei ziehen lassen. Somit musste ich versuchen, das Feld von hinten aufzurollen. Dank einer ordentlichen Aufholjagt gelang es mir mich auf den 16. Platz unter den Surfern vorzukämpfen, in der Gesamtwertung belegte ich den 25. Platz von 134 Teilnehmern.  In diesem Jahr waren die Kiter extrem stark und gewannen den Marathon gefolgt von einen Segler. Der erste Windsurfer folgte auf Platz 5.

Nach dem Marathon wurden dann noch 2 Slalom Rennen gefahren um in dieser Disziplin auch noch eine Wertung zu bekommen.
Die Bedingungen waren jedoch extrem schwierig da der Wind eher böig war. Im ersten Vorlauf konnte ich als Vierter ins Finale einziehen. Im Finale stürzte ich jedoch leider bereits am Start und fuhr dann nur noch auf Platz 22.
Der Vorlauf für das zweite Rennen war dann leider nicht mehr so rosig. Der Wind hatte stark nachgelassen und wer wie ich zu niedrig startete, hatte nur noch im Abwind des Feldes zu lämpfen. An der Tonne stürzte ich zu allem Überfluss noch und kam somit leider nicht mehr ins Finale. Im Slalom beölegte ich somuit Platz 31.
Damit war die Regatta leider für mich beendet. Jetzt hieß es nur noch schnell Material abbauen und einpacken bevor der Regen und das schnell aufziehende Gewitter das Material und mich durchweicht. Das Wochenende ging somit genauso regnerich zu ende, wie es begonnen hatte.

Photos © by Marc van Swoll
Photos © by Marc van Swoll